Klinische Psychologie und Psychotherapie

Neuronale Korrelate der Körperbildstörung bei der Binge Eating Störung (BES)

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Menschen mit Binge-Eating-Störung leiden unter regelmäßigen Essanfällen, denen sie sich ausgeliefert fühlen. Während eines solchen Essanfalls werden innerhalb von kurzer Zeit sehr große Mengen an Nahrung aufgenommen und es kommt zu einem Kontrollverlust. Anders als bei der Bulimia Nervosa ergreifen Menschen mit Binge-Eating-Störung keine extremen Maßnahmen zur Eindämmung der Gewichtszunahme (wie z.B. Erbrechen). Daher leiden sie meist unter starkem Übergewicht.

 

Körperunzufriedenheit als aufrechterhaltender Faktor

Häufig sind Betroffene sehr unzufrieden mit ihrem eigenen Körper, fühlen sich schuldig und ekeln sich vor sich selbst. Diese starken negativen Gefühle gegenüber dem eigenen Körper lösen in vielen Fällen neue Essanfälle aus. Es kommt zu einem Teufelskreis, aus dem die Betroffenen Schwierigkeiten haben zu entkommen.

 

Ein möglicher Ausweg aus dem Teufelskreis

Wir bieten ein kostenloses Training zur Verbesserung der Körperzufriedenheit an. Das Körperbildtraining besteht aus vier Sitzungen, die im Einzelsetting durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Sitzungen werden die Betroffenen aufgefordert, sich mit ihrem Körperbild auseinander zu setzen und es wird gemeinsam nach Strategien zum Umgang mit unangenehmen Gefühlen gesucht. Unter therapeutischer Anleitung soll gelernt werden den Körper ganzheitlicher und ausgewogener zu betrachten. Dadurch sollen Ängste abgebaut und Körperzufriedenheit aufgebaut werden. Die Teilnahme an dem Training eröffnet Betroffenen also die Chance zur Verbesserung ihrer Körperzufriedenheit und damit die Chance zum Ausbruch aus dem Teufelskreis aus Köperunzufriedenheit und Essanfällen.

 

Diagnostische Maßnahmen

Es konnte bereits gezeigt werden, dass es sich bei dem Körperbildtraining um ein wirkungsvolles Training zur Verbesserung des Körperbildes handelt. Allerdings sind die Wirkmechanismen auf neuronaler Ebene noch unbekannt. Daher sollen in dieser Studie mittels funktioneller Kernspintomographie (fMRT) vor und nach dem Körperbildtraining Veränderungen des Blutflusses im Gehirn bei der Betrachtung von Bildern des eigenen und eines fremden Körpers erfasst werden. Bei der Methode handelt es sich um ein schmerzfreies Verfahren, des weltweit routinemäßig eingesetzt wird. Die Probanden betrachten während der Messung Bilder ihres eigenen Körpers und einer anderen Person.

Sollte eine fMRT-Untersuchung für Sie nicht möglich sein, können Sie das Training in unserer Arbeitsgruppe auch im Rahmen anderer Untersuchung erhalten.

 

 

 

Überblick über den Ablauf:

  • Ausführliche Diagnostik
  • fMRT Untersuchung
  • Körperbildtraining (4 Sitzungen á 60 bis 90 Minuten)
  • Diagnostik
  • fMRT Untersuchung

 

Die Teilnahme an der Studie wird mit 50 Euro vergütet.

 

Studieninteressentinnen können sich bei Frau Sophia Press (M. Sc. Psychologie) (sophia-antonia.press[at]uni-tuebingen.de) informieren.